Saphira

Saphira mit ihrer Besitzerin
Saphira mit ihrer Besitzerin

Rasse: Trakehner

Geboren: 2008

 

2016 kam Saphira zu mir. Ein 14-jähriges Mädchen und eine 8-jährige Trakehner Stute, die zuvor 3 Jahre lang nur auf Koppel stand…

 

Nach einigen Monaten dann die erste Herausforderung, unkontrolliertes losgaloppieren und mehrere darauffolgende Stürze – der Grund: ein verschobener Wirbel und ein unpassender Sattel, welcher immer wieder Schmerzen auslöste. Eine Behandlung erfolgte und das Problem schien gelöst.

 

Einige Jahre mit immer wieder wechselnden Trainerinnen vergingen, dann das nächste Problem: bei Druck an Zügel und Gebiss flippte Saphira aus und stieg. Zuerst versuchte ich das Problem selbst zu lösen, ich ließ Saphira in ihrer Komfortzone, um weitere Eskalationen zu vermeiden. Doch dadurch ließ sich das Problem nicht lösen. Ich hatte das Gefühl, ich trete auf der Stelle und es wird nicht besser.

Saphira
Saphira

Also machte ich mich 2021 auf die Suche nach einer neuen Trainerin. Hierbei stieß ich auf Anke. Sofort in der ersten Unterrichtsstunde erkannte sie das Problem und wir fingen langsam an Saphira zu erklären, dass der Druck am Zügel nichts Schlimmes ist, sondern ihr helfen wird. Das war nicht so einfach, denn Saphira ist ein schlaues Pferd mit klarer Meinung, die sie auch deutlich zeigt. Ohne Zügel reißen, Zutreten oder Zwingen, sondern mit viel Ruhe und Geduld erklärte Anke nicht nur Saphira – sondern auch mir – wie sie gesund bewegt werden und mit ihrem Körper arbeiten kann.

 

Ich nahm anfangs 2x die Woche Reitstunden. Bereits nach den ersten Wochen mit Anke bemerkte ich einen Unterschied. Saphira fing an zu verstehen, dass es gar nicht schlimm ist den Zügel zu akzeptieren und dass sie mit dem Zügel arbeiten kann. Auch ich musste an mir arbeiten. Ich hatte eine unruhige Hand und mein Sitz ließ zu wünschen übrig. Über viele Monate arbeiteten wir kontinuierlich nur an den Basics. Zuerst bestand die Einheit nur aus Schrittarbeit, dann konnten wir nach ein paar Wochen den Trab dazunehmen und schlussendlich auch das für Saphira Schwierigste – den Galopp. Anke war es wichtig, dass wir Saphira Zeit geben, die für sie neue Reitweise zu verstehen und als positiv zu empfinden. Und das war genau richtig so. Andernfalls hätten wir Saphira überfordert und sie wäre wieder in ihr altes Muster verfallen. Ich musste lernen geduldiger mit Saphira zu sein, zu akzeptieren, dass bestimmte Sachen für sie noch nicht umsetzbar sind und ihr die Zeit zu geben, die sie zur Umsetzung meiner Hilfen braucht.

Geflügelte Mitbewohner
Geflügelte Mitbewohner

Wir trainieren nun seit fünf Jahren regelmäßig wöchentlich zusammen und ich merke auch heute noch, wie wir von Einheit zu Einheit Fortschritte machen.

 

Auch wenn es Tage gibt, an denen Saphira mal nicht so gut läuft wie gewohnt, hat Anke immer wieder neue Ideen, um eine Einheit mit einem schönen Gefühl abschließen zu können.

 

Mittlerweile ist Saphira wie ein neues Pferd. Mit ihren 18 Jahren steht sie körperlich besser da denn je. Sie ist selbstbewusst, hat Spaß an der Arbeit und weiß wie sie sich zu bewegen hat. An eine Eskalation durch Steigen o.Ä. ist gar nicht mehr zu denken. Ihren Unmut zeigt sie jetzt noch durch bloßes „Grunzen“.

 

Wir sind froh Anke gefunden zu haben und schätzen sie und ihre Art als Trainerin sehr.